Enno Bunger

Enno Bunger

Was Berührt, Das Bleibt - Tour 2019

Samstag, 26. Oktober 2019

20:00 Uhr

Enno Bungers viertes Album bietet den Soundtrack für ein besseres Leben. Eines, in dem man lieber gute Erinnerungen sammelt als Messenger-Verläufe. Eines, in dem die Qualität des Augenblicks größeren Wert hat als das imaginierte Ziel in der Ferne. „Wir wollen nichts mehr werden / wir wollen nur noch sein.“ Die Konsequenz der Platte liegt darin, dass sie diese Qualität lyrisch wie musikalisch in jedem Ton umsetzt. Mutig öffnen sich Bunger und seine Musiker modernen stilistischen Formen und nutzen sie allesamt zu ihrem Vorteil. „Bucketlist“, „Wolken aus Beton“,„One-Life-Stand“ und vor allem das sechsminütige „Ponyhof“ erzählen ausschweifend und tanzbar entwaffnend emotionale Geschichten in der einzigen Form, die ein ganzes Leben in ein paar Dutzend Verse packen kann: Dem Sprechgesang. Enno Bunger rappt, und das besser und luzider als die meisten Hauptberufler dieser Gattung! „Glaube an die Welt“ wiederum bettet das Flehen um eine Verlängerung des Daseins in eine angemessen schwere Form. „Niemand wird dich retten“ verknüpft seine Sprachbilder von Superhelden und Videogames launig mit „Stranger Things“-Retro-Synthies. „Stark sein“ und „Konfetti“ erinnern als klassisch große und dennoch geschmackvolle Piano-Pop-Balladen an Höhepunkte von Oasis oder Robbie Williams und sind so in diesem Land noch nicht geschrieben worden. Nach „Wir sind vorbei“ ist „Was berührt,das bleibt.“ somit ein weiteres Konzeptalbum zur Verarbeitung einschneidender Erlebnisse aus der Feder eines Mannes, der seine ganze Kindheit am Klavier verbracht hat und schon im Alter von 13 Jahren als Barpianist in Ostfrieslands Kneipen spielte. Einer, dessen Wurzeln tief im klassischen Indie- Songwriting eines Bon Iver oder Elliot Smith stecken, dessen Triebe sich aber bis in luftige Höhen von alternativem Hiphop, ästhetischer Elektronik oder wolkenfeinem Trap recken. Nachdem Hören dieses Albums fragt sich jeder, ob er sein Leben wirklich lebt oder doch mal neu laden sollte. Oder, in den Worten Bungers: „Niemand hier kann Dich retten / Niemand, außer Dir selbst.“

 

Support: Schwarz

Roland Meyer de Voltaire ist ein Künstler, Sänger, Produzent von Filmmusik, Songwriter für deutsche und internationale Künstler. 
Enno und er lernten sich kennen, als er noch Kopf der deutschsprachigen Indieband “Voltaire” war. Nach gemeinsame Konzerten half Roland bei den Aufnahmen Ennos Debutalbum, schrieb gemeinsam mit ihm “Wo bleiben die Beschwerden” und “Renn”, und produzierte jüngst ”Ponnyhof” und “Wolken aus Beton” vom aktuellen Album. Aus der Zusammenarbeit wurde schnell Freundschaft. 
In Rolands Soloprojekt SCHWARZ vereint er filmische Streicherarrangements und wuchtige Beats mit einfühlsamen Texten. Im Mittelpunkt steht dabei seine Stimme, die mal fließt wie Seide, mal schneidet, wie eine Klinge. 
Wie Roland Meyer de Voltaire unbeirrt seinen eigenen Weg geht, fasziniert viele, die ihn kennenlernen – darunter auch den Filmemacher Aljoscha Pause. Der ist bekannt als einfühlsamer Porträtist und Regisseur von Kinodokus. Pause begleitet Roland Meyer de Voltaire seit vier Jahren und stellt derzeit einen Film über sein Leben als Musiker fertig. Der Film wird ab Anfang 2020 zu sehen sein.

Datum: Sa, 26.10.19

Beginn: 20:00 Uhr

Einlass: 19:00 Uhr

Stehplatz

VVK: € 20,85 (inkl. Gebühr)

AK: € 23,00

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